„Der Schulflüsterer“
besucht Aulendorf

Lernen lernen stand am Dienstag, den 12. Jan. 2016 für alle Schüler des Schulzentrums Aulendorf auf dem Stundenplan. Motivationstrainer Christian Bischof besuchte mit seinem Programm „der positive Unterschied“ alle Schüler der Sekundarstufe.

Zu Beginn begrüßte stellvertretend für die Elternvertreter und Eltern der Schule am Schlosspark und des Gymnasiums Aulendorf der Elternbeiratsvorsitzende Herr Hirscher alle Schüler und Lehrer und stellte Christian Bischof kurz vor. 

Bischof war mit 16 Jahren jüngster Basketballspieler der Bundesliga, mit 25 Jahren dann jüngster Trainer in der 1. Deutschen Basketballbundesliga aller Zeiten. In den Jugendnationalmannschaften war er Teamkollege von Dirk Nowitzki, der in Bischofs Vortrag auch eine Rolle spielte.

Christian Bischof begann sein 90minütiges Seminar damit, dass er den anwesenden Schülerinnen und Schülern das „Du“ anbot und verwies auf sein „bescheuertes“, rotes Stirnband, an das sich noch alle erinnern sollten.

Grundlage für seinen Vortrag ist die Pyramide aus 10 Bausteinen, an deren Spitze das Glück steht. Um dies zu erreichen ist für Bischof der Baustein „Respekt“ von zentraler Bedeutung. Er erklärte den Schülern wie er selbst in der 6. Klasse an einer neuen Schule Respekt erfahren hatte und wie die Schüler mit einfachsten Mitteln alle anderen respektieren können. Den zweiten Baustein „Konzentration“ veranschaulichte Bischof mit dem Spiel „Christian sagt:…“, ständig verknüpfend mit dem Baustein „Respekt“. Im dritten Baustein „Selbstvertrauen“ verdeutlichte Bischof die Bedeutung von Eigenakzeptanz als Basis für Selbstvertrauen. Mit einer kooperativen Übung blieben die Schüler inhaltlich aufmerksam am Thema.

Die Basis für Bischofs Pyramide, also das stabile Fundament, ist die „Selbst-Disziplin“. Aus diesem Fundament heraus verriet Bischof den Schülern das Geheimnis eines guten Schulabschlusses. Zentral dabei ist: „Jeden Tag etwas dafür zu tun, dass du dein Ziel erreichst“. Dabei zeigte Bischof den Weg seines Nationalmannschaftskollegen Nowitzki von einem talentierten, jugendlichen Basketballer zu einem der weltbesten aller Zeiten auf. Ohne die Formulierung des persönlichen Ziels: „Ich will Basketballprofi werden“, und dass tägliche Arbeiten für dieses Ziel wäre diese erfolgreiche Karriere nie möglich gewesen. Aber nicht nur in diesem Weg steckt das Geheimnis, sondern in jedem Menschen, der etwas gut kann. Deswegen muss man jeden Tag etwas für das Erreichen des Ziels tun und sich selbst gegenüber dabei ehrlich sein.

Den Baustein „Ausdauer und Wille“ zeigte er an der Vita des Australiers Nic Vujicic, der ohne Arme und Beine auf die Welt kam, aber mittlerweile Vater, leidenschaftlicher Wellenreiter, Golfer und ebenfalls erfolgreicher Motivationstrainer ist. Die Behinderung als Einzigartigkeit zu verstehen und positiv zu nutzen hat ihm die Lebensfreude und den Willen gegeben mit Ausdauer sein Ziel zu erreichen, nämlich sein Leben selbstständig zu bestehen. Diese Zielsetzung ist Bischofs nächster Baustein, das muss jeder für sich selbst bestimmen und verfolgen.

Den Baustein „Positiver Umgang“ verglich Bischof mit einem Eimer voll mit Selbstvertrauen den jeder Mensch mit sich herumträgt, einer voller, andere weniger voll. Die Aufgabe jedes einzelnen ist nun jeden Tag dafür zu sorgen, dass die Mitmenschen eine Schöpfkelle voller Selbstvertrauen von einem selbst bekommen. Allerdings verwies er auch auf Mitschüler in der Klasse, die bestrebt sind jeden Tag eine Schöpfkelle aus den Eimern der Anderen herauszuschöpfen. Dies gilt es anzusprechen, dann hört dieses Verhalten auch auf.

Der selbstständige Aufbau eines Ziels, für die Schüler des besseren Schulabschlusses, steckt für Bischof darin jeden Tag genau 10 Minuten mit voller Konzentration zusätzlich zu arbeiten, ohne sich dabei ablenken zu lassen.

Mit der Übung „free hugs“ endete der Vortrag für die Schüler, die diese Übung erfreut durchführten. Mindestens 7 kostenlose Umarmungen gab es bei jedem Teilnehmer, so dass alle in einer spürbar freudigen Atmosphäre die Aula des Schulzentrums verließen.

Für Christin Bischof ist klar, dass sich die wenigsten Schüler nächste Woche noch an seinen Namen erinnern können, aber daran, dass dieser Typ mit dem roten Stirnband, der eigentlich ganz nett ist, jedem mit auf den Weg gegeben hat, seinen eigenen Eimer jeden Tag mit einer Schöpfkelle Selbstvertrauen zu füllen.