Ein Projekt, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch nachhaltig Eindruck hinterlässt: Im Rahmen des Schülermentorenprogramms „Nachhaltiges Essen“ des Landes Baden-Württemberg haben die Schülerinnen Zoe und Sophia aus der Klasse 9b eindrucksvoll gezeigt, wie praxisnah und motivierend Ernährungsbildung sein kann. Der abschließende Projektschritt – die eigenständige Planung und Durchführung eines Workshops – wurde dabei mit großem Engagement umgesetzt.
Das Schülermentorenprogramm qualifiziert Jugendliche der Klassen 7 bis 9 zu sogenannten Ernährungsmentoren. In einer mehrtägigen Ausbildung am Landratsamt Ravensburg erwerben sie Kenntnisse über ökologische, ökonomische und soziale Aspekte unserer Ernährung. Ziel ist es, dieses Wissen an Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben und nachhaltiges Handeln im Schulalltag zu fördern.
Für ihr Abschlussprojekt nahmen sich Zoe und ihre Mitschülerin Anna – die Sophia unterstützte, da sie selbst nicht teilnehmen konnte – die AES-Gruppe der Klasse 8b vor. Ihr Ziel: nachhaltiges Kochen erlebbar machen und zeigen, wie kreativ und lecker Resteverwertung sein kann. Mit Unterstützung eines Aulendorfer Supermarkts, der Lebensmittel zur Verfügung stellte, die nicht mehr verkauft werden konnten, entstand ein abwechslungsreicher und praxisnaher Workshop.
Die Schülerinnen setzten dabei auf vielfältige und alltagstaugliche Gerichte: So konnten sich die Teilnehmenden ihre eigene bunte Regenbogen-Bowl aus verschiedensten Gemüseresten zusammenstellen – eine Idee, die besonders begeisterte, da jede und jeder den eigenen Teller kreativ und individuell gestalten konnte. Ergänzend entstanden aus übrigen Zutaten unter anderem Auberginenschnitzel, Ofenkartoffeln mit Ofengemüse, frische Salate sowie eine Suppe, in der weitere Gemüsereste sinnvoll verwertet wurden.
Ein besonderes Highlight war das Dessert: Aus dem oft weggegossenen Kichererbsenwasser (Aquafaba) entstand ein luftiger Schokomousse. Viele Schülerinnen und Schüler probierten die ungewohnten Zutaten zunächst neugierig und waren überrascht, wie gut die Gerichte schmeckten. Mit diesen kreativen und raffinierten Rezeptideen, die sie eigenständig geplant und vorbereitet hatten, motivierten Zoe und Anna die Achtklässlerinnen und Achtklässler zum Ausprobieren und Umdenken.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Die Klasse 8b arbeitete engagiert mit, probierte neue Rezepte aus und entwickelte ein neues Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln. Ein rundum gelungenes Projekt, das zeigt, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und mit Kreativität einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.
